
In Berlin hat ein Mann einen Redner in einer Klinik während des Vortrags mit einem Messer erstochen. Das Opfer ist der Sohn des Ex-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.
- Fritz von Weizsäcker (59) ist tot. Der Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker wurde am Dienstagabend (19. November) gegen 18.50 Uhr in Berlin von einem Mann erstochen.
- Von Weizsäcker hatte gerade einen Vortrag in der Schlosspark-Klinik in Berlin Charlottenburg gehalten.
- Der Tatverdächtige (57) griff den Chefarzt unvermittelt während der Rede an.
Chefarzt von Weizsäcker tot - Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht
Update vom 20. November, 12.19 Uhr: Der Verdächtige im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Chefarzt in Berlin war kein Patient der Klinik, in der die Tat geschah. Das sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch dem Sender ntv. Zur Zurechnungsfähigkeit des 57 Jahre alten Mannes lägen bisher keine Erkenntnisse vor.
Der festgenommene Mann ist nach Angaben der Polizei Deutscher. Ob der Verdächtige in U-Haft bleibt oder in eine psychiatrische Einrichtung kommt, soll am Mittwoch noch ein Ermittlungsrichter entscheiden.
Laut Bild, soll der Tatverdächtige aus Rheinland-Pfalz stammen. Seine Wohnung sei bereits durchsucht worden, dabei sei allerdings nichts Verwertbares gefunden worden, berichtet das Blatt und der Deutsche sei „psychisch auffällig“ gewesen sein.
Die Berliner Universitätsklinik Charité zeigte sich „zutiefst erschüttert“ über den gewaltsamen Tod von Prof. Dr. Fritz von Weizsäcker.
Fritz von Weizsäcker erstochen - Erste Details zum Tatverdächtigen
Update vom 20. November, 10.25 Uhr: Chefarzt Fritz von Weizsäcker wurde am Dienstagabend bei einem Vortrag in der Schlosspark-Klinik erstochen. Ein weiterer Mann schwer verletzt.
Der Angreifer - ein 57-Jähriger - wurde noch vor Ort von Zuschauern festgehalten und überwältigt. Weitere Angaben zur Identität und Motiv wurden noch nicht gemacht. Wie die Bild (hinter Bezahlschranke) erfahren haben will, hatte der Festgenommene laut Augenzeugen eine Glatze und trug eine dunkle Daunenjacke. Der mutmaßliche Täter soll als Zuschauer im Tagungsraum der Klinik gewesen sein und plötzlich aufgesprungen und auf Weizsäcker eingestochen haben.
Die Polizei ermittelt laut der Sprecherin in alle Richtungen. Beamte sollen demnach auch die Familie von Weizsäckers dazu befragen, ob es Bedrohungen gegeben haben könnte.
FDP-Chef Christian Lindner twitterte noch in der Nacht auf Mittwoch: „Mein Freund Fritz von Weizsäcker wurde heute Abend in Berlin erstochen. Ein passionierter Arzt und feiner Mensch. Neulich noch war er bei uns zu Hause zum Grillen. Ich bin fassungslos und muss meine Trauer teilen. Einmal mehr fragt man sich, in welcher Welt wir leben.“
Mein Freund Fritz von Weizsäcker wurde heute Abend in Berlin erstochen. Ein passionierter Arzt und feiner Mensch. Neulich noch war er bei uns zuhause zum Grillen. Ich bin fassungslos und muss meine Trauer teilen. Einmal mehr fragt man sich, in welcher Welt wir leben. CL
— Christian Lindner (@c_lindner) November 19, 2019
Nach dem Tod ihres Bruders postete Beatrice von Weizsäcker ein Foto von einem Kreuz auf Instagram: „Gib acht auf meinen Bruder...“ Auch der Cousin würdigt den Verstorbenen.
Fritz von Weizsäcker bei Vortrag in Berlin erstochen - Polizei mit ersten Details zum Täter
Update vom 20. November, 8.44 Uhr: Bei dem Mann, der am Dienstag den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker erstochen hat, handelt es sich um einen 57-Jährigen. Das teilte die Polizei am Mittwochmorgen auf Anfrage mit. Der Verdächtige sei vorher nicht polizeibekannt gewesen. Die Tatwaffe war den Angaben zufolge ein Messer.
Der Tatverdächtige soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Weitere Angaben zur Identität und zum Motiv der Tat wurden noch nicht gemacht.
Fritz von Weizsäcker erstochen - Polizist im Publikum versuchte Täter zu stoppen
Update vom 20. November, 6.48 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff auf den Arzt Fritz von Weizsäcker in Berlin dauern die Ermittlungen der Mordkommission an. Es gebe noch keinen neuen Stand, hieß es am frühen Mittwochmorgen von einem Sprecher der Berliner Polizei. Zum Motiv und zur Identität des Täters machte er zunächst keine Angaben.
Fritz von Weizsäcker, der Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker († 94), wurde am Dienstagabend während eines medizinischen Vortrages in einer Berliner Klinik erstochen. Ein bewaffneter Mann aus dem Zuschauerraum hatte den 59 Jahre alten Chefarzt attackiert. Er starb noch vor Ort. Ein zufällig anwesender Polizist versuchte nach den Angaben der Polizei noch, den Täter aufzuhalten, wurde dabei jedoch schwer verletzt. Der Angreifer wurde schließlich von mehreren Zuhörern überwältigt und kurz darauf der Polizei übergeben.
Messerattacke in Berliner Privatklinik: Fritz von Weizsäcker bei Vortrag in Berlin erstochen
Update vom 19. November 2019, 23.30 Uhr: Bei der in einer Berliner Privatklinik erstochenen Person handelt es sich um Chefarzt Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Das bestätigte eine Polizeisprecherin am Dienstagabend. Der 59-jährige von Weizsäcker starb noch vor Ort. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.
Ein Mann aus dem Zuschauerraum - es soll sich um einen Polizisten gehandelt haben, der privat dort war - soll dazwischen gegangen und dabei selbst schwer verletzt worden sein.
Fritz von Weizsäcker in Berlin erstochen: Während Vortrag springt Mann auf und sticht auf Redner ein
Erstmeldung vom 19. November 2019: Berlin - In einer Berliner Privatklinik ist während eines Vortrags der Referent erstochen worden. Laut einer Polizeisprecherin soll der Dozent des Vortrags am Dienstagabend plötzlich von einem Mann angegriffen worden sein. Ein Mann aus dem Zuschauerraum soll dazwischen gegangen und dabei selbst schwer verletzt worden sein. Der Dozent starb noch vor Ort. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.
Eine Mordkommission nahm Ermittlungen auf. Experten untersuchten den Tatort. Weitere Angaben zu Opfer und Täter sowie dem Hintergrund der Tat machte die Sprecherin offiziell nicht. Zunächst sollten die Angehörigen des Opfers verständigt werden.
Der Vorfall ereignete sich gegen 18.50 Uhr in der privaten Schlosspark-Klinik in der Nähe des Charlottenburger Schlosses.
Berlin: Bluttat in Klinik - Polizei bestätigt Tod des Opfers
Bei einem Vortrag in der Schlosspark-Klinik in #Charlottenburg kam es zu einem gewalttätigen Übergriff auf den Redner. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation erlag er den Verletzungen. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) November 19, 2019
Die Ermittlungen vor Ort hat die #Moko übernommen.
^tsm
In der Klinik gibt es laut Website regelmäßig Veranstaltungen, die sich in der Regel an interessierte medizinische Laien wenden, die etwas über Erkrankungen, deren Diagnose und Therapiemöglichkeiten erfahren möchten. Für Dienstagabend war ein Vortrag zum Thema Fettleber angesetzt („Fettleber - (K)ein Grund zur Sorge?“).
Die Klinik liegt am Schlosspark Charlottenburg. Sie hat nach Angaben auf ihrer Website rund 340 Betten und nimmt an der psychiatrischen Notfallversorgung für Charlottenburg-Nord teil.
Es gibt Fachabteilungen unter anderem für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie und Innere Medizin (Gastroenterologie und Kardiologie).
Fritz von Weizsäcker hatte eine lange Karriere als Mediziner hinter sich. Nach Stationen in Freiburg, Boston und Zürich war er seit 2005 Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I an der Schlosspark-Klinik.
Von Weizsäckers Vater Richard von Weizsäcker (1920-2015) war von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik, zuvor Regierender Bürgermeister von Berlin.
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Erst im August kam es in Iserlohn zu einer grausigen Bluttat. Auch in Innsbruck kam es gerade erst zu einer Messer-Attacke: Ein 21-Jähriger starb.
dpa
Rubriklistenbild: © dpa / Paul Zinken
2019-11-20 12:21:32Z
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