Stand: 23.02.2020 11:54 Uhr - NDR 90,3
Mehr als 1,3 Millionen Menschen sind heute in Hamburg aufgerufen, eine neue Landesregierung zu wählen. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet. Wir halten Sie auch in unserem Liveblog zur Wahl immer auf dem Laufenden.
Hamburg wählt: Der Tag in Bildern
Höhere Wahlbeteiligung zeichnet sich ab
Fast jede und jeder Dritte hat schon gewählt: Bis 11 Uhr gaben 29,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Bei diesem Wert ist bereits 20,8 Prozent Briefwahlbeteiligung enthalten. Bei der letzten Wahl lag die Wahlbeteiligung zur gleichen Uhrzeit bei 24,2 Prozent - inklusive 16,9 Prozent Briefwahlstimmen. Im Vergleich gaben bisher rund fünf Prozent mehr Wählerinnen und Wähler ihre Stimmen ab.
Insgesamt hatten sich 2015 nur knapp 56,5 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger an der Bürgerschaftswahl beteiligt. Landeswahlleiter Oliver Rudolf ist optimistisch, dass dieses Mal mehr Wahlberechtigte von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.
Wahlleiter Oliver Rudolf zur Wahlbeteiligung
NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell - 23.02.2020 11:00 Uhr
Nach dem 11-Uhr-Ergebnis ist der Landeswahlleiter optimistisch, dass die Wahlbeteiligung insgesamt höher liegen wird als vor fünf Jahren.
Keine Wechselstimmung vor Hamburg-Wahl
Die Umfragen lassen darauf schließen, dass die Hamburgerinnen und Hamburger kein Experiment wagen wollen. Zu groß ist offenbar die Zufriedenheit mit der seit 2015 regierenden rot-grünen Koalition und vor allem mit dem Ersten Bürgermeister, Peter Tschentscher von der SPD. 70 Prozent sagen: Er ist ein guter Erster Bürgermeister. Über seine Herausforderin von den Grünen, Katharina Fegebank, denken das nur 37 Prozent.
Fegebank möchte Geschichte schreiben und als erste Frau Regierungschefin von Hamburg werden. Aber vermutlich muss sie sich damit begnügen, dass sie ein gutes Wahlergebnis für ihre Partei holt. Die Grünen könnten ihr Ergebnis im Vergleich mit der letzten Bürgerschaftswahl verdoppeln und laut Umfragen deutlich über 20 Prozent erreichen.
Die SPD könnte gegenüber der Wahl 2015 deutlich verlieren. Zuletzt ging der Trend zwar nach oben und die SPD lag bei 38 Prozent, aber das würde immer noch einen deutlichen Verlust gegenüber 2015 bedeuten. Schaden könnten der SPD die Cum-Ex-Vorwürfe, also die Vorwürfe, dass Hamburg einer Privatbank Steuern quasi geschenkt haben soll.
CDU und FDP vor schlechten Ergebnissen
Die CDU stellte mit Marcus Weinberg einen liberalen Kandidaten auf, fand aber kein zugkräftiges Thema. Nun muss die Partei fürchten, ihr bisher schlechtestes Ergebnis in Hamburg zu erhalten. Auch die Hamburger FDP mit der Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels fürchtet den Thüringen-Effekt - statt zweistellig wie angestrebt, muss sie vor der Fünf-Prozent-Hürde zittern.
Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Dirk Nockemann könnte zum zweiten Mal in das Hamburgische Landesparlament einziehen. Auch die Linke mit Cansu Özdemir war in den Umfragen zuletzt stabil. Beide Parteien hoffen, sich auf zweistellige Ergebnisse steigern zu können.
Prognose und erste Hochrechnungen am Wahlabend
Wie sich die Wählerinnen und Wähler entscheiden, darauf wird die Prognose um 18 Uhr bereits einen konkreten Hinweis geben. Wenn die Wahllokale um 18 Uhr schließen, beginnt die vorläufige Auszählung. Anhand der Stimmen auf dem gelben Landeslisten-Stimmzettel wird die vorläufige Fraktionsstärke ermittelt.
Obwohl nur 50 von 121 Sitzen über die Parteilisten verteilt werden, lässt sich dadurch schon eine recht präzise Einschätzung des Endergebnisses abgeben. Der Stimmenanteil der jeweiligen Partei gilt für alle 121 Sitze in der Bürgerschaft. Wenn eine Partei 20 Prozent der Stimmen erhält, darf sie 24 Abgeordnete entsenden.
Keine Wechselstimmung vor der Wahl in Hamburg
NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell - 22.02.2020 16:00 Uhr Autor/in: Anette van Koeverden
In Hamburg deutet sich kurz vor der Bürgerschaftswahl keine Wechselstimmung an. Die rot-grüne Koalition erhält laut Umfragen einen deutlichen Zuspruch bei den Wählern. Anette van Koeverden berichtet.
Endgültiges Ergebnis steht nach zwei Wochen fest
Am Montag werden die Landeslistenstimmen erneut gezählt und dazu auch die Wahlkreisstimmen. Abends gibt der Landeswahlleiter dann die vorläufigen Ergebnisse bekannt. Damit steht der Ausgang im Prinzip fest. Die Wahlbehörde gibt die tatsächlichen Zahlen aber erst am 11. März bekannt - mehr als zwei Wochen später. Die Bezirksämter prüfen in der Zwischenzeit die Auszählungsprotokolle der ehrenamtlichen Wahlvorstände. Bei Unstimmigkeiten wird die Auszählung wiederholt.
Faktisch ändert sich in dieser Zeit aber nicht mehr viel. 2015 wurde etwa das Ergebnis der SPD um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Ein designierter Abgeordneter verlor allerdings seinen Platz noch an einen Parteigenossen. Die Fehler resultierten aus Ungenauigkeiten bei den ersten schnellen Auszählungen.
Liveblog
Weitere Informationen
Dossier
2020-02-23 09:48:00Z
https://news.google.com/__i/rss/rd/articles/CBMifWh0dHBzOi8vd3d3Lm5kci5kZS9uYWNocmljaHRlbi9oYW1idXJnL3dhaGwvYnVlcmdlcnNjaGFmdHN3YWhsXzIwMjAvQnVlcmdlcnNjaGFmdHN3YWhsLWluLUhhbWJ1cmctaGF0LWJlZ29ubmVuLGhod2FobDE5NC5odG1s0gEA?oc=5
Lesen Sie später weiter >>>>
Bagikan Berita Ini
0 Response to "Bürgerschaftswahl in Hamburg hat begonnen - NDR.de"
Post a Comment