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Volkswagen und AfD: VW trifft absolut richtige Entscheidung - WELT

Volkswagen und AfD: VW trifft absolut richtige Entscheidung - WELT

Während des Bundesparteitags der AfD in Braunschweig wird der Schriftzug „Volkswagen Halle“ verdeckt sein. Auf Wunsch des Sponsors werde der Name „neutralisiert“, teilte ein Sprecher des Veranstaltungsortes. Den Namen der Halle in während des Parteitags am 30. November und 1. Dezember abzuhängen, ist die absolut richtige Entscheidung des Wolfsburger Konzerns.

Man kann nicht behaupten, dass VW in der Vergangenheit bei politisch oder moralisch schwierigen Abwägungen immer die richtigen Antworten gegeben hat. Wer trotz regelmäßiger Menschenrechtsverletzungen immer noch darüber nachdenkt, eine neue Fabrik in der Türkei zu bauen, dem verrutscht offenbar gelegentlich der moralische Kompass. Umso besser, dass sich Volkswagen diesmal richtig positioniert.

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Herbert Diess, chief executive officer, Volkswagen Group, attend a press conference July 12, 2019 in New York City. (Photo by Johannes EISELE / AFP) (Photo credit should read JOHANNES EISELE/AFP via Getty Images) Getty ImagesGetty Images
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Angesichts der Geschichte von VW ist es die einzig mögliche Entscheidung, sich von der AfD deutlich abzugrenzen. Volkswagen ist schließlich der Konzern, bei dem Adolf Hitler seinen Kraft-durch-Freude-Wagen bestellte. Aus dieser Historie erwächst die Verantwortung, dass man nicht einmal entfernt mit Leuten wie „Vogelschiss“-Gauland oder „Denkmal-der-Schande“-Höcke in Verbindung gebracht werden darf.

Es ist das richtige Signal: Wer die Verbrechen des Nazi-Regimes und den Holocaust verharmlost, steht in Deutschland soweit im Abseits, dass kein Unternehmen seinen guten Markennamen oder auch nur eine von ihm gesponsorte Halle hergeben will, in der diese Leute tagen.

Dass nun die AfD einmal mehr versucht, in eine angebliche Opferrolle zu schlüpfen und zum Boykott von VW-Fahrzeugen aufruft, wird der Konzern locker verkraften können. Im Gegenteil: Der Imagegewinn im In- und Ausland durch die klare Abgrenzung gegenüber Rechtsextremisten, dürfte mehr als ausgleichen, dass sich der eine oder andere Ewiggestrige künftig keinen Golf oder Passat mehr kauft.

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Es entbehrt nicht einmal einer gewissen Komik, dass ausgerechnet diejenigen keinen Volkswagen mehr fahren wollen, die sonst bei jeder Gelegenheit betonen, dass angeblich sie, und nur sie, das Volk wären.

Bei VW arbeiten Menschen aus Dutzenden Nationen friedlich und erfolgreich als Kollegen zusammen. Der Autobauer ist mehr denn je darauf angewiesen, auch in Zukunft Fachkräfte aus dem Ausland für sich zu gewinnen. Dabei kann die nun gezeigte konsequente Haltung gegenüber einer rechtsextremen, migrationsfeindlichen Partei nur helfen.

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2019-11-21 12:45:00Z
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