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Verletzte und Gerettete: Liveticker nach Verpuffung in der Grube Teutschenthal - Mitteldeutsche Zeitung

Verletzte und Gerettete: Liveticker nach Verpuffung in der Grube Teutschenthal - Mitteldeutsche Zeitung

Teutschenthal -

Im Versatzbergwerk Grube Teutschenthal hat es am Freitagmorgen eine sogenannte Verpuffung gegeben.

Die MZ berichtet hier live:

13.20 Uhr: Vertreter der Bürgerinitiative Teutschenthal erheben, laut MDR, Vorwürfe gegen das Landesamt für Geologie und Bergwesen. Die Bürgerinitiative fühle sich in ihrer Kritik an der Einlagerung der Industrieabfälle nicht ernstgenommen.

13.06 Uhr: Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) fährt nach Teutschenthal, um sich vor Ort über das Unglück zu informieren. Er wird gegen 13.45 Uhr erwartet.

12.47 Uhr:Nach der Rettung aller Bergleute sollte noch am Freitag die Suche nach der Unglücksursache anlaufen. Es sei Entwarnung gegeben worden. Nun würden Experten des Landesbergamts unter Tage fahren und mit Untersuchungen beginnen, sagte der Abteilungsleiter Bergbau, Uwe Schaar, in Halle. Die üblichen Arbeiten in der Grube würden so lange ruhen, bis die Ursache geklärt sei. Wie lange das dauern werde, könne er noch nicht sagen, so Schaar.

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. Für die Anlage gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte Schaar.

12.37 Uhr: Das in der Grube Teutschenthal für die Verfüllung von Hohlräumen verwendete Material stammt zum Teil aus Müllverbrennungsanlagen. „In dem Filterstaub ist auch Wasserstoff enthalten“, sagte Erik Fillinger vor Journalisten. Das Landesbergamt hatte in einer ersten Stellungnahme die Vermutung geäußert, dass Wasserstoff bei der Verpuffung in der Grube in Sachsen-Anhalt eine Rolle gespielt haben könnte.

12.32 Uhr: Erik Fillinger, Leiter Strategie/Planung und Grubenbetriebsführer der Grube Teutschenthal: „Die beiden Verletzten sind von der Grubenwehr, unserer Rettungswehr. Sie sind Über-Tage gerettet wurden.“ Die beiden Verletzten sind ein 24-jähriger Deutscher und ein 44 Jahre alter polnischer Staatsangehöriger. Der 44-Jährige sei etwas schwerer verletzt.

12.25 Uhr: Die Polizei und der Grubenbetreiber haben in einer Pressekonferenz erste Details zum Grubenubglück bekanntgegeben. Demnach ereignete sich um 8.57 Uhr eine Verpuffung an einem sogenannten Damm, an dem zwei Kumpels gerade die Arbeit aufnehmen wollten. Beide seien dadurch verletzt worden, einer von ihnen durch herum fliegendes Gestein im Gesicht.

Pressekonferenz zum Unglück in der Grube Teutschenthal

Pressekonferenz zum Unglück in der Grube Teutschenthal

Foto:

Silvio Kison

Die übrigens Arbeiter hätten sich teils in einem Pausenraum, teils in einem neun Kilometer entfernten Schutzraum unterhalb der Ortschaft Angersdorf in Sicherheit gebracht. Nachdem die Werksfeuerwehr Messungen durchgeführt habe, seien die Männer an die Oberfläche gekommen. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger beziehungsweise vorsätzlicher Körperverletzung. Außerdem hat das Landesamt für Geologie Ermittlungen aufgenommen. 

12.10 Uhr: Pressekonferenz zum Grubenunglück in Teutschenthal

12.00 Uhr: Das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt geht nach ersten Einschätzungen davon aus, dass eine zu hohe Konzentration von Wasserstoff in der Luft dazu geführt hat, teilte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums der MZ mit. Das Unglück ereignete sich 9.02 Uhr. Dabei wurden ein deutscher und ein polnischer Mitarbeiter verletzt.

Polizei in Teutschenthal

Polizei verlässt mit mehreren Autos die Grube über einen Seitenausgang in Teutschenthal.

11.35 Uhr: Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen Menschen sind alle befreit. Alle seien wohlbehalten, teilte die Polizei in Halle im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

11.13 Uhr: Unternehmen und Polizei haben eine Pressekonferenz für 12.00 Uhr angekündigt.

11.00 Uhr: Etwa 35 Menschen sind in rund 700 Metern Tiefe unter Tage. Sie befinden sich in Sicherungsräumen und wurden mit Sauerstoff versorgt, sagte ein Sprecher des Landesbergamts in Halle am Freitag.

Ein Polizist steht am Haupteingang der Grube in Teutschenthal.

Ein Polizist steht am Haupteingang der Grube in Teutschenthal.

10.30 Uhr: Der Landkreis Saalekreis plant nach derzeitigem Kenntnisstand nicht, ein Katastrophenstab oder einen Stab für besondere Ereignisse einzurichten. Man stehe jedoch in Kontakt zu den Leitstellen und dem Unternehmen, das die Grube betreibt. Sollten es die Meldungen erforderlich machen, wird der Kreis darauf reagieren.

10.00 Uhr: Ein Opfer sei schwer, das zweite leicht verletzt, sagte eine Sprecherin der Polizei in Halle. Beide sind inzwischen im Krankenhaus.

9.03 Uhr: Wie eine Polizeisprecherin der MZ bestätigte, sei der Notruf um 9.03 Uhr eingelaufen. Demnach soll es zwei Verletzte geben. Mehrere Personen seien noch unter Tage.

(mz)

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2019-11-08 12:08:00Z
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