Die Meldungen im Kurz-Überblick:
- Frankreichs Ex-Präsident Chirac ist tot (12.02 Uhr)
- Nach Todesfällen: Behörden schließen drei Apotheken in Köln (9.23 Uhr)
- Argentinierin schneidet Liebhaber den Penis ab - 13 Jahre Gefängnis (6.36 Uhr)
- Kita-Studie: Deutschland braucht 106.500 zusätzliche Erzieher (5.00 Uhr)
- Österreich ruft den Klimanotstand aus (0.23 Uhr)
Die News von heute im stern-Ticker:
+++ 12.32 Uhr: Juncker "bewegt und am Boden zerstört" über Chiracs Tod +++
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich bestürzt über den Tod des früheren französischen Präsidenten Jacques Chirac gezeigt. Der ehemalige Luxemburger Regierungschef sei "bewegt und am Boden zerstört" durch die Nachricht, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Europa verliere damit "nicht nur einen großen Staatsmann", sondern Juncker persönlich auch "einen guten Freund". Der Kommissionschef habe gesagt, Chiracs Lebenswerk und "sein Vermächtnis für Frankreich und die Europäische Union" würden "auf ewig bei uns bleiben". Chirac ist nach Angaben seiner Familie am Donnerstagmorgen im Alter von 86 Jahren gestorben. Der konservative Politiker war von 1995 bis 2007 Präsident Frankreichs und davor zweimal Premierminister.
+++ 12.27 Uhr: Polizei ermittelt wegen rassistischen Videos aus Sinsheimer Betrieb +++
Die Polizei ermittelt wegen eines Videos mit rassistischen Aussagen aus einem Handwerksbetrieb aus Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis). Das bestätigte eine Sprecherin der Mannheimer Polizei der Deutschen Presse-Agentur. In dem im Internet kursierenden Clip filmt ein Mann seinen dunkelhäutigen Kollegen bei der Arbeit und geht ihn mit diskriminierenden Sprüchen an. Er bezeichnet ihn unter anderem als "Buschmann" und spricht davon, Paddel kaufen zu wollen. "Irgendwie musst du ja von Italien zurück nach Afrika", sagt er.
Das Video sorgte für viel Empörung und Kritik im Netz. Über die sozialen Medien wurde auch die Polizei darauf aufmerksam. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte die Sprecherin. Der Sachverhalt werde an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
+++ 12.20 Uhr: Europol schnappt Babyhändler-Bande +++
Griechische Ermittler haben gemeinsam mit Europol eine Verbrecherbande ausgehoben, die mit neugeborenen Babys und mit Eizellen gehandelt haben soll. Zwölf Personen seien festgenommen worden, teilte Europol in Den Haag mit.
Demzufolge warb die Bande seit 2016 junge schwangere bulgarische Frauen an und brachten sie ins griechische Thessaloniki. Dort hätten die Frauen in Privatkliniken ihre Kinder zur Welt gebracht. Die Babys waren nach Angaben von Europol dann für jeweils rund 25.000 Euro illegal adoptiert worden. Nähere Einzelheiten dazu, nannte Europol nicht. Einige der jungen Frauen seien als Leihmütter nach Thessaloniki gebracht worden.
+++ 12.02 Uhr: Frankreichs Ex-Präsident Jacques Chirac ist tot +++
Der frühere französische Präsident Jacques Chirac ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 86 Jahren, wie sein Schwiegersohn Frédéric Salat-Baroux der Nachrichtenagentur AFP sagte. Chirac sei am Morgen im Kreis seiner Angehörigen gestorben. Im Laufe seine langen politischen Karriere war Chirac mehrfach Minister, zweimal Premierminister und zwölf Jahre lang, von 1995 bis 2007, Präsident Frankreichs.
Der konservative Politiker prägte wie kaum ein anderer Politiker über Jahrzehnte das Bild Frankreichs und war bei seinen Landsleuten wegen seiner Volksnähe populär. In der Außenpolitik sah sich Chirac in der Tradition von Republikgründer Charles de Gaulle und vertrat den Kurs eines außenpolitisch unabhängigen Frankreichs, insbesondere auch im Verhältnis zu Washington.
+++ 11.58 Uhr: Verkehrsminister Scheuer drängt auf mehr Tempo bei Brennstoffzellen +++
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat mehr Tempo bei der Verbreitung von Antrieben mit sogenannten Wasserstoff-Brennstoffzellen gefordert. "Wir sehen viele einzelne Studien und Projekte, aber wir müssen jetzt in die Massenwirksamkeit gehen, weil jetzt müssen wir die Neugier der Bürger gewinnen", sagte Scheuer auf der Bundestagung des Kraftfahrzeug-Gewerbes in Berlin. Der Minister warnte davor, bei alternativen Antrieben allein auf Elektromotoren zu setzen. "Ich finde, die Eingrenzung auf nur Elektromobilität zu kurz gesprungen."
+++ 11.54 Uhr: Frankreich: Brand in Chemiewerk droht Seine zu verschmutzen +++
Der Großbrand in einem als gefährlich eingestuften Chemiewerk in Nordfrankreich droht den naheliegenden Fluss Seine zu verschmutzen. Es bestehe "das Risiko, dass die Seine durch überlaufende Rückhaltebecken verschmutzt wird", sagte der Präfekt der Normandie, Pierre-André Durand, am Donnerstag. Die Feuerwehr bemühte sich derweil in einem Großeinsatz, gefährliche Chemieprodukte von den Flammen fern zu halten.
"Oberste Priorität haben die Innenanlagen des Unternehmens", sagte der Feuerwehrchef von Seine-Maritime, Jean-Yves Lagalle. Es handele sich um ein "extrem gefährliches Feuer für die Einsatzkräfte", das nur mit einem Schaumkonzentrat gelöscht werden könne. Es seien etwa 200 Feuerwehrleute mit rund 60 Löschfahrzeugen im Einsatz.
+++ 11.14 Uhr: Niederlande: Staatsanwaltschaft untersucht ABN Amro Bank +++
Die niederländische Staatsanwaltschaft hat gegen die Großbank ABN Amro eine Untersuchung wegen möglicher Geldwäsche eingeleitet. Ermittelt werde, ob sich die Bank an die Regeln zur Verhinderung von Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus halte, teilte das Geldhaus am Donnerstag in Amsterdam mit. Die Bank sicherte den Ermittlern umfassende Unterstützung zu.
Die Staatsanwaltschaft hatte nach eigenen Angaben eine Meldung von der niederländischen Zentralbank erhalten. Es habe zweifelhafte Transaktionen gegeben. Fraglich sei auch, ob die Bank die Kunden ausreichend überprüft habe. Im vergangenen Jahr war der niederländischen ING Bank eine Geldbuße von 775 Millionen Euro auferlegt worden. Das Geldinstitut hatte gegen die gesetzlichen Regeln zur Verhinderung von Geldwäsche verstoßen.
+++ 10.57 Uhr: Russisches Gericht verschiebt Urteil zu Straflager-Haft für Schauspieler +++
Nach seiner Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Straflager kämpft der Moskauer Schauspieler Pawel Ustinow weiter um seinen Freispruch. Ein Gericht in Moskau vertagte die Verhandlung kurz nach dem Start auf Montag. Dann soll ein Video begutachtet werden, auf dem zu sehen ist, dass Ustinow am Tag von nicht genehmigten Oppositionsprotesten in Moskau von Polizisten angegriffen, zu Boden geworfen und mit einem Schlagstock verprügelt wird. Verurteilt wurden nicht die Polizisten, sondern der 23-Jährige.
Ein Gericht sah es am Montag vor einer Woche als erwiesen an, dass Ustinow demonstriert und dann auch noch einem Polizisten die Schulter verrenkt habe. Deswegen erhielt er dreieinhalb Jahre Straflager. Er bestreitet die Vorwürfe und erklärt, er sei zufällig an dem Ort gewesen.
+++ 10.25 Uhr: Norwegen: Russischer Fisch-Trawler sinkt nach Brand +++
Im Norden Norwegens ist ein in Brand geratenes Schiff gekentert. Der im Hafen von Tromsø liegende Trawler kippte am Morgen qualmend zur Seite, wie Aufnahmen des norwegischen Rundfunksenders NRK zeigten. Die zuständige Polizei teilte auf einer Pressekonferenz mit, es liege nun stabil auf Grund. Das Kentern sorge dafür, dass das Schiff im Wasser abkühle, was das Risiko reduziere, dass ein Ammoniaktank an Bord explodieren könne. Vollständig gebannt sei die Gefahr aber weiter nicht.
Der Brand war bereits am Mittwoch auf dem russischen Fischfangschiff ausgebrochen. An Bord sollen sich 200.000 Liter Diesel befunden haben, von denen der Großteil mittlerweile verbrannt sein soll. Die Polizei rief eine Sicherheitszone rund um das Schiff aus. 12 der 29 Besatzungsmitglieder mussten wegen Verdachts auf Rauchvergiftung behandelt werden.
+++ 10.24 Uhr: Österreich: Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen gegen Strache +++
Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen österreichischen Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen des Verdachts der Untreue. Das teilte die Behörde am Donnerstag wenige Tage vor der Parlamentswahl mit. Es gehe darum, dass Strache, seine frühere Büroleiterin und sein ehemaliger Leibwächter bei der Partei unzulässige Rechnungen eingereicht und dadurch das Parteivermögen geschädigt haben sollen.
"Es sind Rechnungen und Scheinbelege eingereicht worden, die die Partei dazu bringen sollten, auch private Ausgaben zu bezahlen", sagte der Behördensprecher Thomas Vecsey. Die Schadenssumme übersteige die Grenze von 5000 Euro, weshalb der Strafrahmen bei bis zu drei Jahren Haft liege, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Strache streitet alle Vorwürfe ab. "Dies sind alles schäbige und konstruierte Lügen eines kriminellen Netzwerkes, welches jahrelang aktiv gegen meine Person tätig war", schrieb er bereits am Mittwoch auf Facebook. Die FPÖ Wien hat angekündigt, alle Rechnungen seit 2013 genau zu überprüfen.
+++ 10.08 Uhr: Mindestens sieben Tote bei Erdbeben in Indonesien +++
Bei einem Erdbeben auf den indonesischen Molukken-Inseln sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Das Beben der Stärke 6,5 erschütterte die Inselgruppe gegen 8.45 Uhr Ortszeit (1.45 MESZ), wie der Katastrophenschutz des südostasiatischen Landes mitteilte. Besonders betroffen war die Stadt Ambon, wo mehrere Menschen von herunterfallenden Gebäudeteilen erschlagen wurden. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens fünf weitere Menschen verletzt. Ein Sprecher der Provinzregierung, Alberth Simaela, sagte: "Viele Leute gehen nicht mehr in ihre Häuser zurück, weil es Gerüchte über ein weiteres Beben gibt." Dafür gebe es jedoch "keine Grundlage".
+++ 10.02 Uhr: Zehntausende Eier landen auf US-Highway +++
Ein Lastwagen hat im US-Bundesstaat Pennsylvania mehr als 136.000 befruchtete Eier verloren. Wie die Zeitung "The Republican Herald" berichtete, war der Transporter am Dienstagmorgen auf dem Weg zu einem Brutbetrieb. Als der Lastwagen im Ort Hegins einen Hügel hinauffuhr, kippte die Ladung um. Auch 8500 Liter Eiererzeugnisse seien auf der Straße gelandet und den Hügel hinuntergeflossen. Der Fahrer habe von alldem nichts mitbekommen und sei weitergefahren, hieß es. Der betroffene Straßenabschnitt war im Anschluss für mehrere Stunden gesperrt.
+++ 9.46 Uhr: Urteil im Fall der ermordeten Tramperin Sophia rechtskräftig +++
Die Verurteilung eines Lastwagenfahrers zu lebenslanger Haft im Fall der ermordeten Tramperin Sophia ist rechtskräftig. Nachdem der Angeklagte und sein Verteidiger auf Rechtsmittel verzichteten und die weiteren Verfahrensbeteiligten bis Mittwoch keine Rechtsmittel einlegten, trat Rechtskraft ein, wie das Landgericht Bayreuth am Donnerstag mitteilte. Das Bayreuther Landgericht hatte den aus Marokko stammenden Lastwagenfahrer Boujemaa L. für schuldig befunden, die 28 Jahre alte Studentin Sophia im Juni vergangenen Jahres im Streit niedergeschlagen und schwer verletzt zu haben. Einige Minuten später erschlug er die zu der Zeit noch lebende junge Frau mit weiteren Schlägen - damit lag das Mordmotiv der Verdeckung der vorhergehenden Körperverletzung vor. Das ursprünglich angenommene Mordmotiv eines Sexualdelikts ließ sich nicht belegen.
+++ 9.23 Uhr: Nach Todesfällen: Behörden schließen drei Apotheken in Köln +++
Nach zwei Todesfällen durch eine vergiftete Arznei haben die Behörden die sofortige Schließung von drei Apotheken in Köln angeordnet. Es gehe um den vorbeugenden Gesundheitsschutz während der laufenden Ermittlungen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums. Der Tod einer Mutter und ihres Babys waren am Montag öffentlich geworden.
"Da eine Gefährdung weiterer Kunden durch von der Apotheke abgegebene Arzneimittel nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, ist die vorübergehende Schließung des gesamten Apothekenbetriebs erforderlich", teilte die Bezirksregierung Köln mit. Es handelt sich um die Apotheke, aus der die vergiftete Arznei stammte, sowie um zwei Filialen.
+++ 7.43 Uhr: Großbrand in Chemiefabrik in Nordfrankreich +++
Schwarze Rauchwolken über Rouen in der Normandie: In einer Chemiefabrik der nordfranzösischen Stadt brennt es. Das teilte die örtliche Präfektur mit und riet Bürgern, den Bereich zu meiden. Französische Medien berichteten von riesigen Flammen und Explosionen in der Fabrik des Unternehmens Lubrizol, das Zusatzmittel für Öle herstelle. Menschen seien bisher nicht zu Schaden gekommen.
Die Fabrik gehöre in die sogenannte Seveso-Kategorie von gefährlichen Produktionsstandorten, die von Behörden besonders überwacht würden, berichtete der Nachrichtensender BFMTV. Im italienischen Seveso bei Mailand war es 1976 zu einem verheerenden Chemieunfall gekommen.
+++ 6.36 Uhr: Argentinierin schneidet Liebhaber den Penis ab - 13 Jahre Gefängnis +++
Weil sie ihrem Liebhaber mit einer Gartenschere den Penis abschnitt, ist in Argentinien eine Frau zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Eine Jury der Stadt Córdoba sprach die 28-jährige Brenda B. des versuchten Mordes schuldig. Die Frau hat die Tat eingeräumt, aber jegliche Tötungsabsicht bestritten.
B. hatte ihrem mit einer anderen Frau verheirateten Liebhaber im November 2017 die Genitalien abgeschnitten. Nach Angaben des Opfers täuschte sie ein Liebesspiel vor, verband ihm die Augen - und attackierte ihn dann mit der Gartenschere. Der Mann konnte schwer verletzt fliehen und wurde zunächst von Nachbarn versorgt. Er musste sich in der Folge mehreren Operationen unterziehen. Bei dem Prozess sagte die Angeklagte, ihr Liebhaber habe sie wie eine "Trophäe" behandelt. So habe er seinen Freunden intime Videos von ihr gezeigt. "Er hat meine Intimität verletzt, mein Leben, meine Karriere."
+++ 6.28 Uhr: Texas richtet verurteilten Mörder hin +++
Im US-Bundesstaat Texas ist ein verurteilter Mörder hingerichtet worden, der seine Ehefrau und seine beiden Stiefsöhne getötet hatte. Das Todesurteil gegen den 45-jährigen Robert Sparks wurde in einem texanischen Gefängnis vollstreckt. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte Rechtsmittel gegen die Hinrichtung nur Stunden zuvor zurückgewiesen. Sparks war 2008 zum Tode verurteilt worden. Er hatte nachts in seinem Haus in Dallas seine Frau und deren neun und zehn Jahre alten Söhne erstochen. Anschließend vergewaltigte er seine zwölf und 14 Jahre alten Stieftöchter. Später gab er an, aus Rache gehandelt zu haben, weil seine Frau ihn habe vergiften wollen.
Der Prozess gegen Sparks sorgte für Aufsehen, weil ein Gerichtsmitarbeiter eine Krawatte mit einer Spritze trug. Offenbar wollte er damit seine Unterstützung der Todesstrafe bekunden. Sparks ist der siebte Häftling, der in diesem Jahr in Texas hingerichtet wurde, und der 16. in den gesamten USA.
+++ 5.33 Uhr: Umfrage: Linke und AfD legen in Thüringen zu +++
Knapp einen Monat vor der Landtagswahl in Thüringen hat die Linke von Ministerpräsident Bobo Ramelow in einer aktuellen Umfrage hinzugewonnen. Wäre am Sonntag Wahl, würden demnach 29 Prozent der Befragten der Partei ihre Stimme geben. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als bei der entsprechenden Befragung im August. Das Erfurter Meinungsforschungsinstitut Insa hatte die Umfrage im Auftrag der Mediengruppe Thüringen durchgeführt, deren Zeitungen am Donnerstag darüber berichteten.
Die AfD kann demnach ebenfalls 3 Punkte hinzugewinnen und liegt mit 24 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der CDU mit 23 Prozent (-1). Gleichauf mit jeweils 9 Prozent liegen die SPD und die Grünen, die 2 Prozentpunkte verlieren. Die FDP würde mit 4 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.
+++ 5.00 Uhr: Kita-Studie: Deutschland braucht 106.500 zusätzliche Erzieher +++
Der Personalmangel in den Kitas wird einer Studie zufolge trotz aller Anstrengungen zunehmend zum Problem, belastet Betreuungsqualität und Erzieher. Für eine kindgerechte Betreuung brauche es bundesweit rund 106.500 zusätzliche Fachkräfte-Vollzeitstellen in den Kindertagesstätten. Das betont das "Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung. Unter den Bundesländern gebe es deutliche Unterschiede. Der Westen stehe erheblich besser da als der Osten. Die frühen Bildungschancen hängen damit nach wie vor auch vom Wohnort ab, wie die veröffentlichte Untersuchung zeigt.
+++ 3.44 Uhr: Maas wirbt bei UN-Generaldebatte für "nachhaltige Außenpolitik" und Kooperation +++
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei der UN-Generaldebatte in New York für eine "nachhaltige Außenpolitik" und für internationale Zusammenarbeit geworben. Maas kritisierte dabei am Mittwoch in seiner Rede indirekt die Politik von US-Präsident Donald Trump. Nachhaltig sei eine Außenpolitik, "die auf tragfähige Abkommen setzt, statt auf schnelle Deals auf Kosten anderer". Wer sein Land liebe, setze auf Zusammenarbeit, betonte Maas. "Denn nur so haben wir alle eine Zukunft. Nachhaltige Außenpolitik, das ist multilaterale Außenpolitik."
Zusammenarbeit sei zudem "kein Verrat am eigenen Land", sagte der Bundesaußenminister. "Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass es unseren Ländern gut geht." Maas kritisierte eine Logik des egoistischen Handels in der internationalen Politik. Letztlich bedeute dies nichts anderes als "Jeder gegen jeden". "Dabei lässt sich keine einzige der großen Zukunftsfragen unserer Zeit von einem Land alleine lösen", sagte Maas. "Auf Globalisierung, Digitalisierung, Migration oder den menschengemachten Klimawandel finden wir nur gemeinsam Antworten."
+++ 1.15 Uhr: Trump verhängt neue Einreiseverbote gegen Irans Regierung +++
Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump ein Einreiseverbot gegen hochrangige Beamte der Regierung in Teheran verhängt. Auch deren unmittelbare Familienangehörige dürften bis auf Weiteres nicht mehr in die USA einreisen, hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Bekanntmachung Trumps. Das US-Außenministerium werde bestimmen, auf welche Personen das Verbot konkret zutreffe. Zur Begründung führte der US-Präsident an, die Regierung des Irans sei "ein staatlicher Förderer von Terrorismus". Das Einreiseverbot bleibe in Kraft, bis der Außenminister beschließe, dass es ganz oder in Teilen nicht mehr notwendig sei.
+++ 0.23 Uhr: Österreich ruft den Klimanotstand aus +++
Vier Tage vor der Parlamentswahl hat Österreichs Nationalrat den Klimanotstand ausgerufen. Ein entsprechender Entschließungsantrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen. Mit der symbolischen Maßnahme erkennt das Parlament "die Eindämmung der Klima- und Umweltkrise und ihrer Folgen als Aufgabe höchster Priorität" an. Die rechtspopulistische FPÖ lehnte den Beschluss als einzige Partei ab. Der FPÖ-Abgeordnete Walter Rauch sprach von einem Versuch, "Klimahysterie abseits von jeglichen Realitäten" zu erzeugen.
2019-09-26 10:04:00Z
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