Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:
- Mit zwei Schlägen: Oktoberfest eröffnet (12.07 Uhr)
- Belgischer Kindermörder Dutroux will Freiheit (10.24 Uhr)
- Ermittlungen in Bremer Bamf-Affäre aus (9.34 Uhr)
- Krise mit dem Iran: USA verlegen weitere Truppen in die Region (2.45 Uhr)
Die News vom Wochenende im stern-Ticker:
+++ 12.07 Uhr: Wieder zwei Schläge: Oktoberfest eröffnet +++
Erneut mit zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier auf der Wiesn angezapft und das 186. Oktoberfest eröffnet. Die erste Maß Bier reichte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen. Zum größten Volksfest der Welt werden bis zum 6. Oktober rund sechs Millionen Menschen erwartet.
+++ 11.58 Uhr: "Gelbwesten"-Protest in Paris. Erste Festnahmen +++
In Paris haben sich Hunderte Anhänger der Protestbewegung "Gelbwesten" versammelt. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, sind bei Kontrollen mindestens 30 Menschen vorläufig festgenommen worden. Die Polizei teilte via Twitter mit, sie wache über die Einhaltung des Demonstrationsverbots auf der Prachtstraße Champs-Élysées. Die Sicherheitskräfte hätten zudem eine Versammlung in der Innenstadt verhindert.
In der Hauptstadt herrschte Nervosität, denn es waren auch separate Proteste für den Klimaschutz und gegen die Rentenreform der Mitte-Regierung angekündigt. Die Polizei setzt nach früheren Angaben über 7000 Beamte ein.
+++ 11.16 Uhr: Vor dem Anstich: Bierzelte wegen Überfüllung geschlossen +++
Schon vor dem offiziellen Start des Münchner Oktoberfests sind am Vormittag die ersten Bierzelte wegen Überfüllung geschlossen worden. Gegen 11.00 Uhr ging unter anderem am Schottenhamel-Zelt nichts mehr: Ordner ließen keine Gäste ohne Reservierung mehr ein.
+++ 10.51 Uhr: Überschwemmungen in Texas: Mindestens fünf Tote +++
Schwere Überschwemmungen im US-Bundesstaat Texas haben Medienberichten zufolge mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. In der Umgebung der Großstadt Houston sowie in der Stadt Beaumont im Jefferson County seien drei Männer in ihren Autos von den Wassermassen überrascht worden und ertrunken, berichtete der Sender NBC am Abend unter Berufung auf die Polizei. Zudem sei ein 19-Jähriger durch einen Stromschlag gestorben, als er versucht habe, ein Pferd in Sicherheit zu bringen. Ein weiterer Mann sei ertrunken in einem Graben gefunden worden. Verursacht wurden die Überflutungen von Tropensturm "Imelda", der Teile von Texas mit heftigem Wind und starken Regenfällen getroffen hatte.
+++ 10.37 Uhr: Malta rettet zahlreiche Migranten aus Seenot +++
Kurz vor einem EU-Treffen zur Verteilung von Bootsflüchtlingen auf Malta hat der Inselstaat mehr als 200 Migranten aus Seenot gerettet. Insgesamt seien in der Nacht 262 Menschen von verschiedenen Booten aufgenommen worden, teilte das Militär mit.
Darunter waren auch die 35 Menschen an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking", die in maltesischen Gewässern aufgenommen und von einem Armeeboot übernommen wurden. Das Schiff von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen wartet nun aber immer noch mit mehr als 180 Migranten auf einen sicheren Hafen.
+++ 10.24 Uhr: Belgischer Kindermörder Dutroux will Freiheit +++
Der belgische Kindermörder Marc Dutroux unternimmt nach 23 Jahren im Gefängnis einen weiteren Versuch, vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden. Ein Brüsseler Gericht werde sich am 17. Oktober mit dem Antrag des heute 62-Jährigen befassen, berichtete die belgische Tageszeitung "Het Laatste Nieuws" ohne Angabe von Quellen.
Dutroux hatte in den 90er Jahren sechs Mädchen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Vier Opfer hat er getötet. Seit 1996 ist er in Haft, 2004 wurde er zu Lebenslang verurteilt.
Marc Dutroux vor der Urteilsverkündung 2004
Eine lebenslange Haft beträgt in Belgien in der Regel 30 Jahre. Eine vorzeitige Entlassung ist möglich, wenn Verurteilte mindestens zwei Drittel ihrer Strafe verbüßt haben.
+++ 9.34 Uhr: "Spiegel": Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen in Bremer Bamf-Affäre aus +++
Im Verfahren um mutmaßlichen Asylmissbrauch in der Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat die Staatsanwaltschaft nach "Spiegel"-Informationen die Ermittlungen ausgeweitet. Im Visier der Ermittler stehen demnach inzwischen sieben ehemalige Mitarbeiter der früheren Leiterin der Bremer Außenstelle sowie ein früherer Vorgesetzter in der Nürnberger Bamf-Zentrale. Ermittlungen seien zudem gegen eine Bremer Rechtsanwältin eingeleitet worden, die ebenfalls Asylanträge für ihre Mandanten in Bremen gestellt haben soll.
Das Magazin beruft sich in seinem Bericht auf die 265 Seiten lange Anklageschrift gegen die frühere Leiterin der Bremer Bamf-Außenstelle und zwei Rechtsanwälte. Die Staatsanwaltschaft Bremen hatte am Donnerstag bekannt gemacht, dass sie gegen die Drei Anklage erhoben habe. Sie stehen im Verdacht, Mandanten der beiden Juristen systematisch vor einer Abschiebung bewahrt oder im Rahmen der Bearbeitung sogenannter Asylfolgeanträge auf andere Weise Vorteile verschafft zu haben. Insgesamt geht es um 121 Straftaten zwischen 2014 und 2018.
+++ 4.54 Uhr: Warten auf die Wiesn +++
Stunden vor dem Beginn des Oktoberfests haben sich am frühen Morgen die ersten Gäste an den Eingängen postiert. Mit Bier und Brotzeit warteten die ersten schon im Morgengrauen auf die Öffnung des Festgeländes um 9.00 Uhr, um einen besonders guten Platz im Festzelt zu ergattern. Auch wenn das geschafft ist, müssen sie weitere drei Stunden ausharren, bis sie das erste offizielle Wiesnbier bekommen. Erst um Punkt 12.00 Uhr zapft Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier an und eröffnet damit das größte Volksfest der Welt. Und erst dann gibt's Bier für alle.
+++ 3.31 Uhr: Malta startet unabhängige Untersuchung zum Mordfall Caruana Galizia +++
Zwei Jahre nach der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia hat die Regierung in Malta eine unabhängige Untersuchung des Falls angeordnet. Regierungschef Joseph Muscat beauftragte den pensionierten Richter Michael Mallia damit, die Hintergründe des bis heute nicht aufgeklärten Mordes zu ermitteln. Er beugte sich damit der Forderung des Europarates, welcher der Regierung in Valletta im Juni eine Drei-Monats-Frist für den Beginn solcher Ermittlungen gesetzt hatte.
+++ 2.45 Uhr: Krise mit dem Iran: USA verlegen weitere Truppen in die Region +++
Im Konflikt mit dem Iran verlegen die USA nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen weitere Truppen in den Nahen Osten. "Der Präsident hat den Einsatz von US-Truppen genehmigt, die defensiver Natur sein werden", sagte Verteidigungsminister Mark Esper im Pentagon.
+++ 2.42 Uhr: Minister Spahn: Neues Versorgungsangebot für psychisch Schwerkranke +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat ein besseres Versorgungsangebot für psychisch schwerkranke Patienten angekündigt. "Dafür werden Netzwerke aufgebaut, die sie auffangen und ihnen durchs System helfen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (u.a. "Berliner Morgenpost"). In diesen Netzen sollen Psychotherapeuten, Psychiater, Hausärzte und andere beteiligte Berufsgruppen zusammenwirken. Geplant ist, dass betroffenen Patienten über die ärztlichen Terminservicestellen Therapieplätze vermittelt werden, hieß es. Dazu soll es feste Kontingente im Rahmen der neuen vernetzten Versorgung geben. Ärzte und Therapeuten, die sich beteiligen, bekommen eine gesonderte Vergütung.
+++ 2.38 Uhr: US-Atomkraftwerk Three Mile Island hat seinen Betrieb eingestellt +++
Das US-Atomkraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania, in dem sich vor 40 Jahren der schlimmste Reaktorunfall in der Geschichte der USA ereignet hat, hat am Freitag endgültig seinen Betrieb eingestellt. Der 1974 hochgefahrene Reaktor 1 wurde am Mittag abgeschaltet, wie der Betreiber Exelon mitteilte. In den kommenden Wochen sollen nun die Brennelemente in Abklingbecken gelagert werden. Danach wird die Anlage am Fluss Susquehanna rund 150 Kilometer von Philadelphia entfernt nach und nach abgebaut.
+++ 0.48 Uhr: Landesweite Kundgebungen in Spanien prangern Gewalt gegen Frauen an +++
In Spanien haben landesweit tausende Demonstranten die grassierende Gewalt gegen Frauen angeprangert. In der Hauptstadt Madrid sowie zahlreichen weiteren Städten des Landes fanden am Freitag Kundgebungen mit tausenden Teilnehmern statt. Die Demonstranten, überwiegend Frauen, skandierten "Sie töten uns" und hielten Spruchbänder hoch mit Aufschriften wie "Das Leben der Frauen zählt". Mehrere Vergewaltigungsfälle und eine wachsende Zahl von Frauen, die in Spanien Opfer häuslicher Gewalt werden, haben die Öffentlichkeit alarmiert. "Dieser Sommer war barbarisch", sagte die Sprecherin der Organisation Weibliche Not, Covadonga Peremarch, dem Radiosender Cadena Ser. Die Gewaltstatistiken seien erschreckend. Seit Jahresbeginn wurden in Spanien 42 Frauen von ihren Männern ermordet, allein 19 während des Sommers.
+++ 0.46 Uhr: Trotz Bomben und Taliban: Klimademo auch in Kabul +++
An den weltweiten Demonstrationen gegen die Erderwärmung haben sich am Freitag sogar Jugendliche in der von fast täglichen Terroranschlägen heimgesuchten afghanischen Hauptstadt Kabul beteiligt. Mehrere Dutzend junge Leute demonstrierten mit Plakaten, auf denen unter anderem stand: "Bestreitet nicht länger, dass unser Planet stirbt" und "Kleine Hände können die Welt verändern", andere forderten, die Waffen niederzulegen und aufs Fahrrad umzusteigen. Der kleine Demonstrationszug wurde von Soldaten mit Schnellfeuergewehren geschützt.
Die Menschen in Kabul leiden nicht nur unter den ständigen Terroranschlägen mit Hunderten Toten und Verletzten. Die Stadt erstickt auch am Smog, vor allem wegen der vielen Kohleöfen. Arme Menschen heizen zudem mit Plastikmüll. Der gefährliche Feinstaub übersteigt die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesetzten Werte um ein Vielfaches.
+++ 0:46 Uhr: Vier Tote und Verletzte bei Busunglück im US-Bundesstaat Utah +++
Bei einem Busunglück im US-Bundesstaat Utah sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehrere Personen schwer verletzt worden. Es seien mehrere Rettungshubschrauber und Rettungswagen im Einsatz, erklärte die Polizei über Twitter. Zwischen 12 und 15 Personen hätten "sehr schwere Verletzungen".
Der Unglücksort liegt demnach in der Nähe des bei Urlaubern beliebten Nationalparks Bryce Canyon im Süden Utahs. Der Polizei zufolge waren chinesischsprachige Touristen mit dem verunglückten Bus unterwegs. Örtliche Medien berichteten, insgesamt seien 30 Menschen an Bord des Busses gewesen. Die Unfallursache war zunächst unklar.
2019-09-21 10:00:00Z
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